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Das Verkehrsamt Lage
bietet auf Anfrage Stadtführungen an. Bitte wenden Sie sich an: Verkehrsamt
Lage, Freibadstraße 3, 32791 Lage, Telefon: 05232/8193, Telefax:
05232/89531,
Das 1863 erbaute Rathaus im ursprünglichen Zustand (Aufnahme um 1880) A Zunächst ein Blick in die Vergangenheit Der genaue Ursprung von Lage ist bis heute nicht bekannt, allerdings berechtigen Urnengräber und Runenzeichen, die beim Bahnbau Lage-Lemgo (1897) und beim Bau des alten Güterbahnhofs (1874) gefunden wurden, zu der Annahme, daß schon vor rd. 4.000 Jahren Menschen in der Stein- und Bronzezeit hier gelebt haben. Lage hieß ursprünglich “in der Lohge”. “Loh-orte” waren früher vom Walde umschlossene Siedlungen mit größerer Lichtung, meist in der Nähe von heiligen Stätten. Dies könnte ein Hinweis auf die Johannissteine sein, denn die Johannis-Bräuche haben sich bis heute aus der germanisch-mythologischen Kultur vererbt. Ein Bezug zur Marktkirche, die Johannes dem Täufer geweiht ist, erscheint ebenfalls wahrscheinlich. Am Marktplatz in Lage gab es früher auch ein Johanniterhaus und der älteste Lagenser Jahrmarkt fand am Johannistag statt. Die heutige Stadt Lage umfaßt die drei alten Kirchspiele Lage, Stapelage und Heiden, die zwischen 800 und 1000 nach Christus entstanden sind. Jedes Kirchspiel hat seine eigene interessante Geschichte. Das Kirchspiel Lage ist um 900 nach Christus entstanden. Lage war als Kirchdorf von Anfang an räumlicher und wirtschaftlicher Mittelpunkt. Hier im Tal der Werre kreuzten sich die Talstraßen mit den Heerstraßen aus den Pässen des Teutoburger Waldes (Dörenschlucht, Stapelager Schlucht und Oerlinghauser Schlucht). Unter der Bezeichnung Hellweg wird die alte Heerstraße der Römer unter Drusus immer wieder erwähnt, die errichtet wurde, als die Römer vom Rhein zur Weser (von der Dörenschlucht über Lage nach Herford) aufbrachen. 1231 umfaßt “dat Kerkspel tho der Lohge” die Ortschaften Oberdissen (Ohrsen), Wissinctorp (Wissentrup), Stadenhusen, Otenhusen und Potenhusen. 1390 wurde das Dorf “mit dem Zoll daselbst” vom Landesherrn Graf Simon III. an eine reiche Lemgoer Kaufmannsfamilie verpfändet. Der Pfandinhaber mußte dafür dem Grafen Simon III. ein Steinwerk errichten, welches diesem ein “Haus zu Schutz und Not sein sollte”. Man vermutet, daß dieses Haus die Burg zu Lage gewesen sein soll, die auf Befehl des Bischofs von Paderborn in der Evensteinschen Fehde 1409 niedergebrochen wurde. Ein weitere Hinweis auf die alte Burg ergibt sich auch aus den alten Flurnamen und Ortsbezeichnungen “Burgkamp”, “Schlüsselburg” und “Burgstraße”. Im 16. Jahrhundert vollzog sich die Entwicklung vom Dorf zu einem “freyen Weichbild” mit Marktflecken. Während 1533 noch vom “Dorpe” Lage die Rede ist, legt des “freye Weichbild” von 1559 schon Wert auf die Anerkennung seiner vollen “Gleichheit mit der Stadt Detmold”, d.h. dem Vorhandensein frühzeitiger städtischer Privilegien wie Marktgerechtigkeit, Zoll daselbst, Bürgermeister, Rat, Wahlherren sowie einer Schützen-Korporation. Zur Zeit des 30jährigen Krieges gab es einen Wall mit Graben rund herum um das Runddorf. Ein Hinweis ist heute dafür die Rhienstraße, die wahrscheinlich an der Innenseite des Walles entlangführte. Den 30jährigen Krieg überstanden nur 28 Bürgerstätten, eine kleine Meierei, ein Mühlenhof und die Marktkirche. Zunächst war Lage ein Kirchdorf, später ein “Flecken” mit stadtähnlicher Verwaltung. Solange Lage ein Flecken war bildete das Spinnen und Weben zu Hause den einzigen Nebenerwerb der Ackerbürger. Ackerbürger waren Bürger, die in der Stadt lebten, ihre Äcker aber außerhalb der Stadtgrenzen hatten. Zur Blüte des Leinenhandels gab es in Lage die größte Zahl an lippischen Webstühlen. 612 Meister und 473 Gehilfen legten an 808 Webstühlen den Grundstock zum Ruhm des Bielefelder Leinens. Dies führte im Jahr 1609 zum Neid der Lemgoer Kaufleute, die den Lagenser “Linnenhändlern” den Vertrieb ihrer Ware verbieten wollten. Wirtschaftliche Not und verkehrsgünstige Lage machten den Flecken Lage seit dem Ende des 18. Jahrhunderts zur Zieglerstadt. In ihr hatten die arbeitsvermittelnden Zieglerboten ihren Sitz. Auf dem Marktplatz kamen an bestimmten Tagen von Dezember bis Februar Ziegler aus ganz Lippe zusammen, um sich durch einen Zieglermeister für eine der Arbeitsgruppen anwerben zu lassen. Sie zogen von hier aus in die Fremde, um dort ihren Lebensunterhalt zu verdienen und arbeiteten im Ruhrgebiet, im Rheinland, in den Niederlanden, in Dänemark, in Schweden und sogar in Rußland. An diese Zeit erinnert heute das kleine Orts-und Heimatmuseum in Lage sowie die durch den Landschaftsverband Westfalen-Lippe restaurierte Dampfziegelei Beermann im Ortsteil Lage-Hagen. Um 1850 verfiel durch die Erfindung des mechanischen Webstuhls das für die Erwerbstätigkeit der Lagenser so bedeutende Gewerbe. Eine verfehlte Sozialpolitik des lippischen Fürsten - das Aufstellen von mechanischen Webstühlen wurde in Lippe verboten, um die Arbeitslosigkeit zu verhindern -hatte den Verlust des lippischen Leinens gegenüber der Konkurrenz zur Folge. Hinzu kam, daß sich andere Gewerbezweige - von wenigen Ausnahmen abgesehen - nicht niederlassen durften, da dieses Recht den Städtern vorbehalten war und Lage erst 1843 zur Stadt erhoben wurde. Der entscheidende Wandel von der Ackerbürgerstadt (das Wappen zeigt heute noch den Pflug im Ährenfeld) zur Industriestadt begann Ende des 19. Jahrhunderts als die ersten Eisenbahnstrecken (Herford-Lage-Detmold 1880; Lage-Lemgo 1896; Lage-Bielefeld 1904) gebaut wurden. Lage entwickelte sich zum Verkehrsmittelpunkt des Lipperlandes. Der Zwang, auf Wanderschaft zu gehen, fiel fort, da durch die neuen Fabriken (1889 Lippische Zuckerfabrik; 1889 Lagenser Molkerei) immer mehr Arbeitsplätze entstanden. Zu erwähnen sind hierbei insbesondere auch die Nahrungs- und Genußmittelindustrie, die in Lage einen optimalen Standort fand. Große Bedeutung erlangte auch die heimische Textilindustrie, die sich trotz mangelnder Rohstoffe günstig entwickeln konnte, da in Lage ein großes Arbeitsangebot und eine günstige Verkehrslage vorhanden war. Ein dritter wichtiger Industriezweig war die Holzindustrie, insbesondere die Möbelindustrie. Heute gibt es die verschiedensten mittelständischen Industriezweige (Holzindustrie, Elektrotechnik, Maschinenbau etc.) in Lage. Aufgrund der kommunalen Neugliederung im Jahr 1970 wurde die Großgemeinde Lage aus 14 Dörfern gebildet. Es entstand eine Stadt mit einer Fläche von 76 Quadratkilometern und rund 37.000 Einwohnern. Lage ist heute bekannt als Zieglerstadt, als Zuckerstadt (wegen der Zuckerfabrik) und als Stadt des Sports. Hier finden viele regionale, überregionale und internationale Sportveranstaltungen statt. B Die Stadtführung 1. Station: Das Rathaus (Lange Straße 72) Das Rathaus wurde in den Jahren 1863 bis 1865 erbaut. In den Jahren 1904 und 1905 wurde es von dem bekannten Lagenser Stadtbaumeister Gustav Meßmann so umgebaut, wie wir es heute sehen, d.h. das Rathaus wurde aufgestockt, der Dachstuhl ausgebaut und sowohl mit einem Dachreiter als auch mit der Rathausuhr versehen. Der vorspringende Eckturm erhielt eine Turmhaube. Bevor dieses Rathaus gebaut wurde, gab es zwei Vorläufer. Heute gibt es rund um den Marktplatz verschiedene Gebäude, die als Rathäuser genutzt werden.
Das Rathaus heute 2. Station: Marktkirche Sankt Johann Die Marktkirche wurde um 900 nach Christus erbaut und Johannes dem Täufer geweiht. Es gab insgesamt 9 verschiedene Bauperioden. Die erste Kirche wurde als rechteckige Saalkirche mit einer flachen Holzdecke und einem eingezogenen quadratischen Chor errichtet. Sie ist älter als die Kirchen in Heiligenkirchen, Heiden und Schlangen, die eine halbrunde Apsis aufweisen. Die Marktkirche könnte aus der gleichen Zeit wie die Kirche in Stapelage stammen, die ihrerseits jedoch etwas älter ist. In der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts wurde die Saalkirche zu einer romanischen einschiffigen Kirche umgebaut. Gleichzeitig wurde der heute noch bestehende Westturm errichtet. Der Chorraum erhielt seine heutige Gestalt um 1300. Der Umbau zum heutigen spätgotischen dreischiffigen Hallenlanghaus erfolgte im 15. Jahrhundert. Nach der Inschrift an einem Strebepfeiler wurde diese Arbeit 1471 beendet. Die Marktkirche besitzt eine der ältesten Kirchenglocken Lippes. Sie wurde im Jahr 1518 gegossen, hat einen Durchmesser von 1,45 Meter und trägt den Namen “Maria”. Die Barockorgel gehört zu den besten in Lippe und stammt aus dem Jahr 1707. Die festungsartige Kirchenanlage bot der Bevölkerung immer wieder Schutz wie beim Böhmeneinfall 1447. Mehrfach wurde die Kirche aber auch geplündert wie 1623 unter Tilly. Bekannt ist aus der Geschichte der Marktkirche, daß die Leineweber vor dem Franzoseneinfall 1679 ihre Webstühle im Dunkel der Kirche versteckten. In Kriegszeiten, wenn Werber durch den Flecken zogen, um Soldaten zu rekrutieren, verbargen sich die Lagenser Jungen über den Kirchengewölben. In der Reformationszeit übernahm ganz Lage zunächst den lutherischen und später den reformierten Glauben. 3. Station: Hirsch-Apotheke (Lange Straße 63) Bei diesem Gebäude handelt es sich um einen zweigeschossigen Traufenbau mit überputztem Fachwerk und hohem Krüppelwalmdach. Dieser Bau ist typisch für die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts. 4. Station: Das Ackerbürgerhaus Lange Straße 64 Dieses zweigeschossige, ehemalige Ackerbürgerhaus wurde um 1640/50 errichtet. Es hat Verzierungen, die typisch für die Zeit der Weserrenaissance (1550 bis 1650) sind. Der vierfach über profilierten Balkenköpfchen vorkragende Giebel ist reich mit dekorativem Schnitzwerk verziert, dessen Formen weitgehend mit denen am Haus Bergstraße 23 übereinstimmen, so daß man hier die Tätigkeit des gleichen Zimmermeisters und Schattiliers vermutet. An das ursprüngliche Gebäude aus dem 17. Jahrhundert schließt sich ein Anbau aus dem Jahre 1912 an, der ebenfalls reiche Zierschnitzereien an Knaggen, Füllhölzern und Balkenköpfchen zeigt. Neben dem Haus Lange Straße 64 befindet sich das Haus “Drüke” (Lange Straße 62). Diese beiden Häuser bilden zusammen mit dem Haus Lange Straße 65 (Hirsch-Apoptheke) ein städtebauliches Ensemble. Sie stellen den Anschluß der unteren Langen Straße dar und müssen als eine Einheit betrachtet werden. Es wird vermutet, daß hinter der Eternitfassade des Hauses Lange Straße 62 noch Fachwerk vorhanden ist. Folgt man der Langen Straße noch ein kleines Stück weiter in Richtung Westen, so gelangt man zum “Westtor”, einem Neubaukomplex aus dem Jahre 1986/87. Dieser neue Zugang zur Stadt symbolisiert das junge, moderne Lage. 5. Station: Das Alte Amtsgericht (Gerichtsstraße 3) Das alte Amtsgericht wurde in den Jahren 1879 bis 1881 im klassizistischen Stil erbaut. Nach Auflösung des Amtsgerichts im Jahr 1979 diente das Gebäude zunächst als Sitz der Volkshochschule, die inzwischen im Technikum untergebracht ist. 6. Station: Die Große Sitzende (Gerichtsstraße 1) Die Plastik “ Die Große Sitzende” wurde vom Berliner Bildhauer “Georg Kolbe” (1877 bis 1947) im Jahre 1929 erschaffen. Kolbe war einer der herausragenden deutschen Bildhauer des 20. Jahrhunderts. Die Bronzeplastik ist 99 Zentimeter hoch. Bei dieser Plastik handelt es sich um den 6. Abguß. Das Original wurde im Krieg zerstört. Die Skulptur ist eine Stiftung der Sparkasse an die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Lage anläßlich der Fertigstellung der Fußgängerzone im Jahre 1985. 7. Station: Der Alte Keller (Lange Straße 65) Dieses Gebäude diente ursprünglich in der Zeit von 1813 bis 1863 als Rathaus. Der jetzige Neubau stammt aus dem Jahr 1899. Dieses Gebäude prägt in besonderer Weise durch seine Lage den Marktplatz, denn unter Betonung der Fassade zum Marktplatz wird die historische Straße “Im Ort” als Teil des Bremer Weges beibehalten, gleichzeitig das Gebäude aber auf die neue Gerichtsstraße ausgerichtet. Mit der hierdurch geschaffenen Insellage dokumentiert das Haus das damalige städtebauliche Bemühen um eine Bewältigung dieser Umbruchsituation. Das Haus läßt noch immer erkennen, daß es sich um ein Zeugnis der Jahrhundertwende handelt. Am “Alten Keller” kann abgelesen werden, daß man sich in Lage im ausgehenden 19. Jahrhundert vom alten überkommenen Fachwerk löste und bewußt großbürgerliche Akzente zur Gestaltung des Marktplatzes setzen wollte. 8. Station: Der Zieglerbrunnen (Marktplatz) Die Einweihung des Zieglerbrunnens, der von dem Sendenhorster Künstler Bernhard Kleinhans geschaffen wurde, fand im Jahr 1982 im Beisein aller Lippischen Zieglervereine statt. An dem Standort des Brunnens wurde vom 18. bis zum 20. Jahrhundert der “Mäckelmarkt” abgehalten. Hier schlossen Zieglerhandwerker und Zieglermeister in der Zeit von Dezember bis Februar ihre Verträge für das kommende Jahr ab. Im Jahre 1910, dem Höhepunkt der Zieglerwanderarbeit, gab es in Lippe 14.227 Ziegler, das heißt 10 Prozent der Bevölkerung. 9. Station: Das Bürgerhaus am Clara-Ernst-Platz Clara-Ernst war eine bedeutende Lagenser Künstlerin. Sie lebte von 1907 bis 1974 in Lage. Eines ihrer bekanntesten Bilder ist der “Mäckelmarkt”. Die ehemalige katholische Kirche, Sankt Peter, wurde im Jahr 1897 von dem Lagenser Stadtbaumeister “Gustav Meßmann” im neugotischen Stil auf dem Gelände des früheren Hundertmarkschen Hofes als Diaspora-Gotteshaus erbaut. Bei dem Gebäude handelt es sich um einen neugotischen Saalbau mit vorgesetztem Westturm. Der Chor ist mit einer halbkreisförmigen Apsis in das östlich anschließende Gebäude der ehemaligen katholischen Schule und des Pfarrhauses eingebaut. Das Innere der Kirche ist schlicht. Im Jahr 1985 wurde das Gebäude von der Stadt Lage erworben und zum Bürgerhaus umgebaut. Seitdem finden hier viele kulturelle Veranstaltungen statt. Vor dem Bürgerhaus steht die Skulptur “Der Weg”. Diese wurde von einer Künstlergruppe gemeinsam mit Lagenser Bürgern erschaffen. 10. Station: Das Haus “Kleiner Schröder” (Rhienstraße 6) Dieses Fachwerkhaus wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts erbaut. Es ist ein Vierständerhaus von 7 Gebinden Länge mit linksseitiger, zweigeschossiger Auslucht. Dieses Gebäude ist typisch für die Lebensverhältnisse in Lage um 1700. Heute befindet sich im Haus ein gutes Restaurant. 11. Station: Das Haus der Familie Seppmann (Bergstraße 23) Dieses Gebäude wurde im Jahr 1648 im Weserrenaissancestil errichtet. Im Jahr 1923 wurde das Haus erneuert und umgebaut. 12. Station: Das Haus der Familie “Grotebrune” (Hindenburgstraße 4) Dieses Gebäude wurde im Jahr 1824 auf Anordnung der Regierung in Detmold als Amtsgefängnis des Amtes Lage gebaut. Im Jahr 1880 wurde das mehrfach umgebaute, jetzt bürgerliche Wohnhaus privatisiert und im Jahr 1903 vom Stadtbaumeister Gustav Meßmann unter Verwendung von Jugendstilelementen aufgestockt. Der besondere Reiz dieses Gebäudes liegt im Zusammenspiel zwischen dem steinernen dem Barock nachempfundenen Giebel und den Fachwerkteilen des Hauses. 13. Station: Die Kantorschule (Schulstraße 11) Die Kantorschule wurde in den Jahren 1860/61 erbaut. Ständig steigende Schülerzahlen zwangen die Stadtväter damals zur Überlegung, wie man an neuen Schulraum gelangen könne. Mit dem Erlös aus dem Verkauf von zu klein gewordenen Schulen wurden zunächst immer wieder andere Gebäude erworben, bis man sich im Jahr 1859 zu einem Schulneubau entschloß. Im Jahr 1886 mußte ein weiterer Neubau erfolgen, der am Sedanplatz mit vier Klassenräumen entstand. Heute befindet sich im Gebäude das Heimatmuseum der Stadt Lage, welches der Stadtbaumeister Heinrich Graf aufgebaut hat. Es zeigt die Geschichte des Lippischen Zieglerwesens. 14. Station: Das Haus der Familie Brinkmann (Heidensche Straße 1) Das Fachwerkhaus Brinkmann zeigt, wie die Menschen nach dem 30-jährigen Krieg (1618 bis 1648) wohnten. Es wurde errichtet im Jahr 1658. Früher stand dieses Haus am entgegengesetzten Ende der “Langen Straße”. Im Jahr 1985 wurde es umgesetzt. 15. Station: Technikum Lage Das Technikum Lage wurde im Jahr 1925 in neoklassizistischer Form errichtet. Zahlreiche Studenten aus ganz Norddeutschland besuchten das Technikum, um hier eine Ingenieurausbildung zu absolvieren. Im Jahr 1970 wurde das Technikum verstaatlicht und 1971 als Abteilung in die Fachhochschule integriert. Im Jahr 1981 wurde die Abteilung Lage der Fachhochschule Lippe aufgelöst. 1988 wurde das Gebäude in die Denkmalliste der Stadt Lage eingetragen und im Herbst 1993 von der Stadt erworben. Die Gesamtkosten für den Umbau des Gebäudes beliefen sich auf 8,1 Mio. DM, wobei 70 % der Kosten durch Städtebauförderungsmittel des Landes Nordrhein-Westfalen abgedeckt wurden. Nach Umbau und Restaurierung
wurde das heutige Kulturzentrum im Herbst 1995 seiner Bestimmung übergeben.
Nutzer sind heute die Musikschule Lage, die Volkshochschule Lippe-West,
die Kunststiftung Sibylle Dotti und der Mobile Soziale Dienst.
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